Der Gletschergarten - Die Weißbachfälle - Die Weißbachschlucht

Unser Tipp: Fahren Sie um 10.07 Uhr von Weißbach mit den Salzburg-Bus bis zur Samerbrücke und wandern Sie, entgegen des Wasserlaufes, zurück nach Weißbach.

Gletschergarten

In der Eiszeit wälzte sich der riesige Saalachgletscher von Zell am See über Lofer nach Bad Reichenhall und verband sich mit dem Salzachgletscher. Ein Arm trennte sich bei Schneizlreuth und benutzte die Senke zwischen Müllnerhom und dem heutigen Weißbachtal, und zog über Weißbach nach Inzell gegen Norden. Der Gletschergarten ist ein geologisches Schaustück ersten Ranges. Beim Bau der Deutschen Alpenstraße wurde er erschlossen und zugänglich gemacht. Er ist ein würdiger Bruder des berühmten Gletschergartens in Luzern und hat in den Ostalpen nicht seinesgleichen. Die wesentlichen Schaustücke sind: Gletscherschliffe, Riesentöpfe und erratische Blöcke (Findlinge).

Am Gletschergarten kann man die Arbeit des Gletschers sehr gut beobachten. Die Entstehung der Riesentöpfe ist geologisch so zu erklären: im Sommer taut der Gletscher oberflächlich auf, das Wasser stürzt durch die Spalten in die Tiefe. Wenn die Spalten rund sind, ergibt sich eine wirbelnde Bewegung des Wassers, eine Gletschermühle. Es entsteht so ein zylindrisches Loch im Gletscher, das bis an den Boden reichen kann. Sehr verstärkt wird diese Bewegung, wenn ein Stein in diesen Strudel kommt. Dann bohrt sich der Stein unter Umständen tief in den Felsen hinein, so dass Töpfe von manchmal 1 Meter Durchmesser entstehen.

Oberhalb vom Gletschergarten führt der Wanderweg Inzell-Falkenstein-Weißbach vorbei. Gegenüber dem Gletschergarten führt ein schmaler Steig, in kurzer Zeit, hinunter zu den Weißbachfällen. Von hier geht es auf einem ebenen Weg in Richtung Ort und weiter zur Weißbachschlucht.

!Die Weißbachschlucht ist bis Mai nicht begehbar!

Eine Wanderung durch die Weißbachschlucht lohnt sich ganz besonders. Man geht hinter dem Gasthaus Stabach den Sägmühlweg entlang, am Sägewerk vorbei, durch eine kleine Au, später durch den schattigen Fichtenwald bis zur Wiese, wo man links zum Gasthaus Mauthäusl aufsteigen kann, rechts aber direkt in die Weißbachschlucht gelangt. Sofort erfasst Ihr Auge die großen Felsabstürze und die wuchtigen Abwaschungen des Felsgesteins durch die Wildwasser.

Die Wanderung durch die Weißbachschlucht ist an und für sich ungefährlich, erfordert aber doch sehr Ihre Aufmerksamkeit beim Gehen. Bei feuchter Witterung und im Winter ist eine Wanderung lebensgefährlich.

Am Ende der Schlucht erreicht man eine kleine Unterstellhütte. Von hier kann man links den steilen Weg zur Bushaltestelle, bitte erkundigen Sie sich vorher nach der Abfahrtszeit (Linie Bad Reichenhall-Weißbach), nehmen und weiter zum Thumsee und nach Bad Reichenhall wandern oder man geht weiter geradeaus und erreicht in kurzer Zeit den Ort Schneizlreuth. Ab hier bietet sich eine Wanderung durch das Saalachtal an.