Wappen

Wappen

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)

In Blau über silbernem Dreiberg ein goldenes Rad, aus dem göpelförmig drei silberne Soleleitungen wachsen, oben beseitet von je einem goldenen Kleeblatt.

 

WAPPENGESCHICHTE

Durch die Wahl der heraldischen Symbole, die zum Teil bereits in den Gemeindewappen der früheren Gemeinden Schneizlreuth und Weißbach a d. Alpenstraße enthalten waren, kommt die Zusammenlegung von Schneizlreuth und Weißbach im Jahr 1978 zum Ausdruck. Das goldene Rad symbolisiert die für die gesamte Entwicklung der Gemeinde bedeutende Lage an der Güldenen Salzstraße von Reichenhall nach Traunstein. Die drei aus dem Rad wachsenden Soleleitungen verweisen auf eine wirtschaftshistorische Besonderheit in der Gemeindeflur. Als das für die Salzgewinnung notwendige Holz um Reichenhall knapp wurde, ließ Herzog Maximilian I. von 1611 bis 1619 eine Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein bauen, die bis in das 19. Jahrhundert in Betrieb war. In Schneizlreuth wurden Holzrohre für die 31 Kilometer lange Soleleitung hergestellt. Der Soleturm auf dem Bühel bei Weißbach gilt als örtliches Wahrzeichen und war 1964 auch in das Gemeindewappen von Weißbach aufgenommen worden. Der Dreiberg, ebenfalls schon im Wappen von Weißbach als Hinweis auf den Gemeindeteil Jochberg enthalten, symbolisiert ganz allgemein die alpine Landschaft um Schneizlreuth. Die Kleeblätter wurden aus dem früheren Wappen von Schneizlreuth übernommen. Sie stammen aus dem Familienwappen der Freiherren von Lasser, die von 1605 bis 1798 über fast zwei Jahrhunderte die Hofmark Marzoll innehatten und die wichtigsten Grundherren in den Hauptmannschaften Ristfeucht und Jettenberg waren. Die Kleeblätter sind auch ein passendes Bild für die im Gemeindegebiet vorherrschende Almwirtschaft.

( Quelle: Haus der Geschichte Bayerns / http://www.hdbg.eu/gemeinden/index.php/detail?rschl=9172131 )

 

 

WAPPENERKLÄRUNG

Die neue Gemeinde Schneizlreuth gab sich 1981 ein neues Wappen.

 

Das Rad im Wappen symbolisiert den Verkehr. Ob Deutsche Alpenstraße, Ferienstraße Alpen-Ostsee oder die prähistorischen Verkehrs- und Handelswege in der Jungsteinzeit und Bronzezeit. Eine alte Römerstr. führte von Bad Reichenhall über den Jochberg nach Seebruck und Augsburg. Dieser Weg wurde unter Kaiser Ludwig den Bayern 1346 weiter ausgebaut und ist als "Güldene Salzstraße" bekannt geworden.

 

Im 16. Jh. veranlasste Herzog Wilhelm V den Bau der Straße über den Antoniberg, vorbei am Mauthäusl. Bereits 1599 betrugen die Mauteinnahmen 110.909 Gulden.

 

Die Hallgrafen errichteten am Steinpass 1219 die Mautstation Melleck.

 

Die Kleeblätter im Wappen erinnern an die bäuerliche Besiedlung und an die verschiedenen Grundherren, z.B. die Freiherren von Lasser aus deren Familienwappen die Kleeblätter entstanden.

 

Die Soleleitung im Wappen erinnert an die erste Pipeline der Welt, aus sog. Deicheln gefertigt, die vom Hofbaumeister Hans Reiffenstuell im Jahr 1617 erbaut wurde.

 

Der Dreiberg im Wappen weist auf die alpine Landschaft hin und wird auch gern als Ristfeuchthorn gesehen, der Hausberg der sich in der Mitte der Gesamtgemeinde befindet.

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