Highlights



Der Gletschergarten
In der Eiszeit wälzte sich der riesige Saalach-Gletscher von Zell am See über Lofer nach Bad Reichenhall und verband sich mit dem Salzach-Gletscher. Ein Arm trennte sich bei Schneizlreuth und benutzte die Senke zwischen Müllnerhorn und Ristfeuchthorn, das heutige Weißbachtal, und zog über Weißbach nach Inzell gegen Norden. Der Gletschergarten ist ein geologisches Schaustück ersten Ranges.
Vor 15-20.000 Jahren, als sich die Gletscherzunge bis Weißbach zurückgezogen hatte, deckte ein Gletscherfluss der von ihr abströmte, Schliffe, Rundhöcker und Riesentöpfe mit Schlamm und Kies zu, wodurch sie bis heute erhalten blieben.
Beim Bau der Deutschen Alpenstraße 1934 wurde diese lockere bis zu 6 m mächtige Überlagerung abgeräumt. Dadurch wurde das in Deutschland einzigartige Naturdenkmal freigelegt und zugänglich gemacht.
Er ist ein würdiger Bruder des berühmten Gletschergartens in Luzern und hat in den Ostalpen nicht seinesgleichen.
Die wesentlichen Schaustücke sind: Gletscherschliffe, Riesentöpfe und erratische Blöcke (Findlinge).
Am Gletschergarten kann man die Arbeit des Gletschers sehr gut beobachten. Die Ferneismassen haben die prächtigen Gletscherschliffe erzeugt. Die Schrammen auf den Schliffen zeigen die Fließrichtung des Eises an und sind von Steinen eingeritzt, die am Grunde des Eises eingebacken waren.
Die Entstehung der Riesentöpfe ist geologisch so zu erklären: im Sommer taut der Gletscher oberflächlich auf, das Wasser stürzt durch die Spalten in die Tiefe. Wenn die Spalten rund sind, ergibt sich eine wirbelnde Bewegung des Wassers, eine Gletschermühle. Es entsteht so ein zylindrisches Loch im Gletscher, das bis an den Boden reichen kann. Sehr verstärkt wird diese Bewegung, wenn ein Stein in diesen Strudel kommt. Dann bohrt sich der Stein unter Umständen tief in den Felsen hinein, so dass Töpfe von manchmal 1 Meter Durchmesser entstehen.
Oberhalb vom Gletschergarten führen die Wanderwege von Inzell, rund um den Falkenstein, zur Himmelsleiter, zum Jochberg und nach Weißbach.
Die Himmelsleiter
Die Salzgewinnung und der Salzverkauf spielten in unserer Gegend schon seit dem 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Die ehemaligen Salinenwege zwischen Bad Reichenhall und Rosenheim sind, nicht nur für Wanderer, eine Bereicherung Der untere Teil ist nicht begehbar und hatte früher 136 Stufen. Wenn man von der B305 zur immelsleiter geht, besteht der erste Abschnitt aus 95 Stufen, der Zweite aus 253 Stufen und der Letzte bis zum Solehochbehälter aus 66 Stufen. Insgesamt sind von den 556 Stufen heute noch 414 Stufen begehbar Wenn Sie bis zum Bergstüberl nach oben steigen, können Sie auf der Rückseite durch ein Fenster einen Blick ins Innere werfen und sich Teile der alten Konstruktion ansehen.
Die Salzstraße:
Der unter der Treppe verlaufende Weg ist Teil der ehem."" Gueldenen Salzstraße" die der deutsche Kaiser LUDWIG der Bayer im Jahre 1346 auf der Trasse des alten Saumpfades bauen ließ. Der von der Saline in Bad Reichenhall ausgehende historische Salzweg führte in 900 m Höhe beschwerlich über den Jochberg zur Salzniederlage nach Traunstein. Die heutige Straße über das Mauthäusl nach Bad Reichenhall wurde von 1580 bis 1590 errichtet und 1936 zur Queralpenstraße ausgebaut.
Himmelsleiter:
Die hier verlaufende Treppe war Bestandteil der ersten bayerischen Soleleitung, die von 1617 bis 1619 von Reichenhall nach Traunstein gebaut worden war. Der Bau dieser Leitung war seinerzeit notwendig geworden, weil im Reichenhaller Talbecken das zum Versieden der Sole notwendige Holz nicht mehr in erforderlicher Menge zur Verfügung stand.
Die Treppe stellte die Verbindung von der Sole-Niederreserve zur Sole- Hochreserve (Bergstüberl) dar. Neben verläuft die Druckleitung, die ursprünglich aus Blei, später in eisernen Gussrohren erstellt wurde und die Aufschlagwasserleitung mit deren Wasser die Solepumpe angetrieben wurde.
Im Zuge der Erneuerung der ersten Soleleitung (um 1800) und dem Bau der zweiten Soleleitung nach Rosenheim wurde diese Treppe von ursprünglich 113 m auf 207 m (556 Stufen) verlängert. Seit 1978 befinden sich die unteren 40 m in Privatbesitz. Nach der Renovierung von 1985 sind die übrigen 167 m (420 Stufen) wieder begehbar. Die ehemals salanarische Anlage ist in ihrer Art einmalig. Sie ist ein technisches Denkmal von besonderem historischem Wert.
Sole-Hochbehälter der ersten Soleleitung:
54 m über dem Brunnhaus, befand sich von 1619 bis 1810 die Sole- Hochreserve des ehem. Brunnhauses Nagling. Über den heute noch erhaltenen Weg ist die Sole in hölzernen Rohren, den Deicheln, 950 m weiter mit ca. 2% Gefälle zum 7. Brunnhaus Lettenklause gelaufen. Dort wurde sie nochmals 50m höher gepumpt und erreichte über dem heutigen Gletschergarten, 725 m über NN. ihren höchsten Punkt.
Die um 1800 installierten leistungsstärkeren Wassersäulenmaschinen des Georg Reichenbach erübrigten das 7 Brunnhaus. Er verlängerte von hier aus die Druckleitung um weitere 94 m bis zum heute noch erhaltenen Sole -Hochbehälter in 730 m Höhe. Von dort lief die Sole im Selbstgefälle zur großen Solereserve nach Hammer. Die Leitung war bis 1950 in Betrieb gewesen. lhre Benutzung erfolgte auf eigene Gefahr.
Die Weißbachfälle
Über zwölf Meter donnert das kalte Gebirgswasser über Stufen und Felsen, die durch die letzte Eiszeit glattgeschliffen wurden, zu Tal. Die tosenden Wassermassen sind nicht nur während der Schneeschmelze besonders beeindruckend.
Die Weißbach-Wasserfälle bestehen aus sieben Stufen, wobei jede Stufe ihre eigene Schönheit und Einzigartigkeit besitzt. Der höchste Fall misst beeindruckende 25 Meter, während die Gesamthöhe des Wasserfalls etwa 120 Meter erreicht. Das mit Getöse herunterstürzende Wasser lässt eine einzigartige Atmosphäre entstehen.
Sie erreichen dieses spektakuläre Naturschauspiel auf dem kurzen Weg unterhalb des Gletschergartens, oder vom Ort Weißbach aus, entlang des Baches Richtung Inzell.
Die Geschichte der Weißbach-Wasserfälle reicht, genauso wie der Gletschergarten, Millionen von Jahre zurück. Das Weißbach-Tal wurde durch die Gletscher geformt, die im Laufe der Zeit ihre Spuren hinterließen. Das Gletscherwasser suchte seinen Weg durch das Tal und dabei entstanden die atemberaubenden Kaskaden. Die Faszination, die von diesen Wasserfällen ausgeht, ist unvergleichlich.
Der Waldbahnweg
Wildromantisch führt der historische Weg (im Winter nicht begehbar) vom Wanderparkplatz im Norden des Ortes entlang der Schwarzache zur Bäckinger-Klause und zur Harbach- und Bichleralm. Zwischen den zwei Almen führt ein Weg über die Hiental-Klause zur Reiteralm.
Ab dem 15. Jahrhundert war die Trift, u.a. über die Weißbacher Gebirgsbäche und die Saalach die die einzige Möglichkeit, Brennholz zur Saline nach Reichenhall zu befördern. Auch der schmale Felskessel der vorderen Schwarzache schien für die Holztrift gut geeignet. Dies beweisen die beiden Triftklausen Hiental-Klause und die Bäckinger-Klause.
In der engen Schlucht konnten sich die getrifteten Stämme allerdings schnell verkeilen, was zur Folge hatte, dass diese wieder mühsam gelöst
werden mussten. Auf dem Triftsteig, den man auf der anderen Seite des Baches noch heute gut erkenne kann, stiegen die Holzknechte zu diesem
Zweck in die Schlucht ein. Solche Triftsteige gab es an allen Wasserläufen, die zur Trift genutzt wurden. Der heutige Wanderweg durch die
Weißbachschlucht war ebenfalls ein Triftsteig.
Wer mit offenen Augen den Weißbach entlang geht, kann noch heute viele Steinverbauungen sehen (z.B. der Dammweg von der Reiterbrücke bis
zum Rathaus und Tourist-Info), die dem möglichst reibungslosen Ablauf der Trift dienten.
1927 wurde für den Bau der Waldbahn mit den ersten Sprengungen, die Längen- und Höhenvermessung und der Bau der Brücke über den Weißbach,
beim Tunnel begonnen. Erst drei Jahre später wurde die Gleisanlage fertiggestellt.
Ein Besuchermagnet ist zurück: beliebter Waldbahnweg umfangreich saniert
Durch unsere Forst- und Tourismusministerin Michaela Kaniber wurde der beliebte, historische Wander- und Themenweg nach langjähriger Restaurierung am 01. Juli 2024 wiedereröffnet. Entlang des 2 km langen Themenweges stehen zahlreiche Erklär-Tafeln die die Bedeutung der Trift für die Region veranschaulichen.
Der „Trifterl“ weiß alles über das Thema Trift und gibt den kleinen, wie den großen Besuchern alle nötigen Informationen dazu an die Hand. Lassen Sie sich überraschen und mitnehmen in die Welt des „Trifterl“.
Den Bericht des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus zur Eröffnung finden Sie >>hier<<
Die Weißbachschlucht
Zwischen Weißbach und Schneizlreuth, unterhalb der Deutschen Alpenstraße, hat sich der Weißbach durch die imposante Schlucht seinen Weg gebahnt. Die idyllische Wanderung führt durch ein Naturschutzgebiet über Stege und Treppen vorbei an Gumpen und wird begleitet durch das imposante Rauschen der Wasserfälle. Lassen Sie sich verzaubern von der vielfältigen Flora und Fauna.
Die Schlucht ist geprägt von dichten Wäldern, felsigen Klippen und tosenden Wasserfällen. Die beeindruckende Landschaft bietet viele Fotomöglichkeiten und ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Wanderer geeignet.
Zutritt und Empfehlungen
Die Weißbachschlucht ist für Radfahrer nicht zugänglich! Sie eignet sich ausschließlich für erfahrene Wanderer, die trittsicher und schwindelfrei sind. Der Zugang sollte nur mit festem Schuhwerk erfolgen. Im Winter ist der Wanderweg nicht begehbar und auch bei nasser Witterung wegen Rutschgefahr nicht zu empfehlen.
Wegbeschreibung
Folgen Sie den Wegweisern des SalzAlpenSteigs, die vom Gasthof Mauthäusl abwärts führen. Der Zugang zur Schlucht liegt unterhalb des Hotel-Gasthof-Mauthäusl und Sie können diesen Pfad auch von Schneizlreuth aus beginnen. In der Nähe des rauschenden Wassers wandern Sie auf einem ehemaligen Triftsteig durch die enge Schlucht, die einige seilversetzte Passagen und je nach Witterung rutschigen Untergrund bietet. Dieser Weg wird sowohl von Einheimischen als auch von Gästen sehr geschätzt.
Holztrift in der Weißbachschlucht
Die Bäche und Flüsse wurden in der Region früher zum Triften von Holz genutzt. Für die Salzgewinnung in Bad Reichenhall wurde viel Holz benötigt, dass auch aus der Umgebung bezogen wurde. Der beste Transportweg erfolgte hierbei mit Hilfe des Wassers. Die Kraft des Wassers beförderte die Holzstämme in Richtung Bad Reichenhall. Zum Teil mussten künstliche Staudämme errichtet werden. Dort wurden die Baumstämme hineingeworfen und anschließend wurde die Sperre geöffnet. Somit schoss das Holz zusammen mit dem Wasser hinunter. Immer wieder verkeilten sich die Holzstämme, die anschließend von den Holzknechten per Hand gelöst werden mussten.
Die Aschauerklamm
Wollte man Schluchten den vier Temperamenten zuordnen, dann könnte man die Aschauer Klamm sanguinisch nennen, während sich die meisten anderen eher cholerisch geben. Ganz weiß oder in einem ungewöhnlich hellem Gelb leuchten hier die runden Kullersteine, so dass sich selbst tiefe Gumpen nur in ein helles Grün färben. Waschmittelwerbung kommt einem da in den Sinn: Dieser Bach wäscht weißer als weiß. Keine dunklen Felsriegel schieben sich eng heran, das Tal ist weniger schattig als andere.
Zwar wird man schon am Einstieg, am romantischen Haiderhof bei Schneizlreuth, durch ein Schild amtlich gewarnt: „Nur für Geübte. Begehen auf eigene Gefahr.“ Aber gleich dahinter öffnet sich ein liebliches Bilderbuchtälchen, bedeckt mit Wiesen, Weidenbäumen und Latschen, wie man sie erst wieder in höheren Bergetagen findet. Problemlos ist der Pfad begehbar, auch für Kinder, die kleine Sandstrände und Wasserlöcher zum Spielen und Plätschern laden. Selten entfernt sich der Weg weiter als fünf Meter vom Bachbett, noch seltener geht’s höher hinauf. Nicht ganz schwindelfreien Wanderern bleibt somit der in Schluchten übliche Blick in den Abgrund erspart. Trittsicher sollten sie trotzdem sein, denn immer wieder sind kurze Wegstücke gefährlich abgerutscht. Ein kleiner Stausee sammelt Wasser für die Haidermühle. Auch der Aschauer Bach wurde früher angestaut, um eingeschlagenes Holz von der noch aus dem 18. Jahrhundert stammenden Aschauer Klause bis zur Saalach hinunter zu driften.
Unter der ersten Brücke beginnt der eigentlich steilere Steig, an der zweiten annoncieren die „Drei Brüder“, ein hübsches Gasthaus drüben im Salzburgischen Dörfchen Reith, der mögliche Endpunkt einer längeren Tour über den Grenzweiler Aschau (Rücktransfer per Bus). Schon an der dritten Brücke, nach ungefähr einer Stunde Gehzeit, ist die Klamm zu Ende. Umkehren kann man auch auf einem sehr empfehlenswerten Bergsteig, der über Oberjettenberg in anderthalb Stunden zum Brotzeitgarten am Haiderhof zurückführt. Ganz sportliche Leute steigen an der Klause in einen Canyoning-Anzug und stapfen oder hüpfen, bei Niedrigwasser zu Tal.
Copyright Herr Stankowitz
Zutritt und Empfehlungen
Die Aschauerklamm ist für Radfahrer nicht zugänglich! Sie eignet sich ausschließlich für erfahrene Wanderer, die trittsicher und schwindelfrei sind. Der Zugang sollte nur mit festem Schuhwerk erfolgen. Bei nasser Witterung ist dieser Wanderweg wegen Rutschgefahr nicht zu empfehlen.
Der Saalachsee
Entdecken Sie den idyllischen Saalachsee in Schneizlreuth!
Der Saalachsee ist ein wahres Juwel inmitten der Natur und lädt Sie ein, unvergessliche Momente zu erleben. Ob Sie entspannen, schwimmen, angeln oder einfach nur die wunderschöne Aussicht genießen möchten – der See bietet für jeden etwas.
Umgeben von Wiesen, Wald und majestätischen Bergen ist der Saalachsee der perfekte Ort, um dem Alltag zu entfliehen und die Seele baumeln zu lassen. Familien, Naturliebhaber und Erholungssuchende finden hier einen Ort der Ruhe und Schönheit.
Interessante Einblicke in die Natur:
Die Saalach ist ein alpiner Gebirgsfluss, der in Saalbach/Hinterglemm (Österreich) entspringt und nördlich von Freilassing in die Salzach mündet. Entlang des Flusses gibt es 26 Informationsständer, zwei davon in Schneizlreuth, die mit jeweils vier Tafeln einen hervorragenden Überblick über die Entstehungsgeschichte des Flusses, seine wirtschaftliche Bedeutung und den vielfältigen Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen bieten.
Diese Informationsständer sind in das bestehende Rad- und Wanderwegenetz integriert und lassen sich abschnittsweise problemlos erwandern. So können Sie die faszinierende Natur und die Geschichte des Flusses auf eigene Faust entdecken. Weitere Informationen finden Sie unter: www.saalacherlebniswelt.com
Besuchen Sie den Saalachsee in Schneizlreuth und lassen Sie sich von der malerischen Kulisse verzaubern. Packen Sie Ihre Badesachen, Picknickdecke und gute Laune ein und erleben Sie Natur pur am Saalachsee!













